Körperarbeit in der IFS Traumatherapie & Beratung

Was hat denn der Körper mit Psychologischer Beratung zu tun?

KÖRPERIFS

Lisa Zwirschitz

1/1/20264 min read

Körperarbeit in der IFS Traumatherapie & Beratung

Warum der Körper wesentlich für die Heilung unserer Anteile ist.

01.01.2026 . 2 min read

Der Kopf allein reicht nicht: Warum Heilung über den Körper führt

Psychologische Beratung und Gesprächstherapie findet besonders im Kopf statt. Doch wer sich mit Trauma, chronischem Stress oder tiefsitzenden Blockaden beschäftigt, merkt schnell: Der Weg zur Heilung und Integration führt unweigerlich über den Körper, das Nervensystem und unser Körpergedächtnis. In meiner Praxis für psychologische Beratung nutze ich das Modell des Internal Family Systems (IFS), um zu den Körper als wesentliches Element in den Prozess zu integrieren.

Der führende Traumaforscher Bessel van der Kolk sagt es treffend: "Traumatisierte können erst genesen, wenn sie sich mit den Empfindungen in ihrem Körper vertraut gemacht und mit ihnen Freundschaft geschlossen haben. Körperliches Selbstgewahrsein ist der erste Schritt auf dem Weg zur Befreiung der Tyrannei der Vergangenheit."

Der Körper als Speicher
schmerzhafter Erinnerungen

Aber warum ist das so schwer? Innezuhalten und die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen in unserem Körper zu richten kann eine riesige Herausforderung sein. Aus Sicht der IFS-Anteile-Arbeit gibt es dafür einen sehr guten Grund: Teile von uns wissen ganz genau, dass der Körper der Sitz unserer Gefühle ist. Er ist der Ort, an dem schmerzhafte Erinnerungen vergraben sind - der Behälter, in dem jene traumatische Erfahrungen konserviert sind, die wir gewiss nicht nochmal erleben wollen.

Die Aufmerksamkeit hierhin zu richten, kann in Teilen von uns verständlicherweise sofortige Gefahr und Alarmbereitschaft hervorrufen. In ihrer Strategie sind jene Teile oft sehr kreativ. Sie lenken uns ab, indem sie uns vor den Fernseher setzen, zum Handy greifen lassen oder in Richtung Kühlschrank und Naschlade treiben. Oder aber sie bündeln all unsere Energie in unserem rationalen Verstand, um Distanz zum Körper und den Gefühlen zu schaffen. Gerne zeigen sich Teile auch somatisch, indem sie uns müde machen oder Kopfschmerzen verursachen. 

Die gute Absicht unserer inneren Beschützer - Körperarbeit mit IFS

Wichtig ist zu verstehen, dass jene Teile kein "Hindernis" sind, sondern ihr Bestes geben, um uns davor zu schützen nicht erneut verletzt zu werden. In ihrer Intention arbeiten sie für uns, nicht gegen uns. Je nach Ausprägung sind sie sogar gewillt zur Seite zu treten, wenn sie die Situation als sicher genug einschätzen.

Im IFS Coaching lernen wir, diese Teile nicht zu umgehen, sondern ihre gute Intention kennenzulernen und für ihre häufig sehr harte Arbeit zu würdigen. Wir begegnen den Teilen mit Mitgefühl, anstatt sie zu verurteilen und zu verbannen. Ist genügend Sicherheit und Vertrauen hergestellt, so kooperieren Teile gerne und geben die Erlaubnis mit dem Körper zu arbeiten. 

Nachhaltige Transformation durch Körperintegration

Mit dem Körper zu arbeiten, statt gegen ihn, hat meine gesamte Lebensweise verändert und um viele Facetten bereichert. Anstelle eines Feindes fand ich einen Verbündeten. Anstelle eines Gefäßes, das mich mit unaushaltbaren Gefühlen überschwemmt, habe ich in meinem Körper Wege gefunden, meine Gefühle zu regulieren, statt sie zu verbannen.

Wenn wir unseren inneren Anteilen erlauben, sich körperlich auszudrücken, und lernen, die Körperempfindungen sicher zu halten, öffnet sich der Weg zu einer tiefen, nachhaltigen Transformation.

Wer sich mit mit Traumata beschäftigt, den führen die Wege unweigerlich zum Körper, dem Nervensystem und unserem Körpergedächtis. So sagt beispielsweise der führende Traumaforscher Besser van der Kolk in seinem Buch "Verkörperter Schrecken": Traumatisierte können erst genesen, wenn sie sich mit den Empfindungen in ihrem Körper vertraut gemacht und mit ihnen Freundschaft geschlossen haben. Körperliches Selbstgewahrsein ist der erste Schritt auf dem Weg zur Befreiung der Tyrannei der Vergangenheit.

Meinen Beobachtungen zufolge geht unsere Beziehung zu unserem Körper häufig mit Ablehnung einher. Wir sind es fast schon gewohnt uns selbst oder andere still oder laut für ihren Körper zu bewerten. Neid, Bewunderung, Ablehnung - nur um ein paar Wörter in diesem Kontext zu nennen.

Persönlich hatte ich als Tänzerin den Drang meinen Körper als "Werkzeug" bis aufs Äußerste zu nutzen, als ein "Etwas", das ich unaufhörlich optimierte und für meine Zwecke versuchte in die perfekte Form zu pressen.

Im Zuge meiner psychologischen Arbeit durfte ich lernen meinen Körper - und den menschlichen Körper im Allgemeinen - als faszinierendes, lebendiges Wesen zu betrachten. Ich habe gelernt meinem Körper zuzuhören und festgestellt, dass dieser zu mir spricht. Unser Körper ist der Sitz so vieler Gefühle und Erinnerungen, Instinkte sowie unserer Intuition. So vieles ist in unseren Körperzellen gespeichert. Und überdies ist er noch dazu äußerst kommunikativ - wenn wir lernen zuzuhören, erschließt sich uns eine völlig neue Informationsquelle.

Innezuhalten und die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen in unserem Körper zu richten kann eine riesige Herausforderung sein. Teile von uns wissen ganz genau, dass der Körper der Sitz der Gefühle ist. Der Ort, an dem schmerzhafte Erinnerungen vergraben sind. Der Behälter, wo jene traumatischen Erfahrungen konserviert sind, die wir gewiss nicht nochmal erleben wollen. Die Aufmerksamkeit hierhin zu richten, kann in Teilen von uns verständlicherweise sofortige Gefahr und Alarmbereitschaft hervorrufen. In ihrer Strategie sind jene Teile oft sehr kreativ. Sie lenken uns ab, setzen uns vor den Fernseher, greifen zum Handy oder bündeln all unsere Energie in unserem Gehirn, unserem rationalen Bereich. Sie treiben uns in Richtung Kühlschrank, machen uns müde oder verursachen Kopfschmerzen. Wichtig ist zu verstehen, dass jene Teile kein "Hindernis" sind, sondern ihr Bestes geben, um uns davor zu schützen nicht erneut verletzt zu werden. In ihrer Intention arbeiten sie für uns, nicht gegen uns. Je nach Ausprägung sind sie sogar gewillt zur Seite zu treten, wenn sie die Situation als sicher genug einschätzen.

Mit dem Körper zu arbeiten, statt gegen ihn, hat meine gesamte Lebensweise verändert und um viele Facetten bereichert. Anstelle eines Feindes fand ich einen Verbündeten. Anstelle eines Gefäßes, das mich mit unaushaltbaren Gefühlen überschwemmt, habe ich in meinem Körper Wege gefunden meine Gefühle zu regulieren statt zu verbannen.

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Lisa Zwirschitz
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